GPS-Punkte

Gerade Norwegenangler tauschen gern Hotspots (GPS-Punkte) aus. Teilweise werden diese Punkte sogar als sehr geheim gehandelt und man gibt diese nur den besten Freunden weiter.
Dann kommen die Freund aus Norwegen wieder und was kommt dann? "Ich habe die Punkte alle abgefahren, aber dort hab ich nie einen Fisch gefangen.

Was ist passiert?
Der gute Freund hat sein GPS mit den Daten gefüttert und ist dann punktgenau auf diese Stellen gefahren und hat seine Montage zum Grund geschickt.
Warum wurde nun nichts auf dem Punkt gefangen?

Das möchte ich hier einmal genau auseinander bröseln.

    Wie entsteht oft eine GPS-Eintragung?
Man sitzt im Boot, angelt z.B. bei einer Tiefe von 100 m. Ein Anhieb! Man kämpft mit dem Fisch, bis man ihn oben hat. Es dauert oftmals bis zu einer halben Stunde. Erst dann stellt man fest: "Donnerwetter, guter Fisch, Stelle markieren!
Jetzt erst wird der Knopf zum Speichern gedrückt. Je größer der Fisch, um so länger dauert es, bis der Eintrag erfolgt.

Was ist denn in der Zwischenzeit mit dem Boot passiert? Blieb es auf der selben Stelle stehen, wo der Fisch gebissen hatte oder trieb es wie gewohnt weiter?
Es trieb bestimmt weiter!

Also habe ich den Punkt markiert, wo ich den Fisch ins Boot gezogen habe.

    Wie bewerte ich denn nun so einen GPS-Punkt?
Genau genommen sollte man davon ausgehen, dass man im Umkreis von 1 Seemeile eine fängige Stelle hat.
Warum?
Wenn mein Boot mit 0,5 Knoten treibt, habe ich in einer halben Stunde eine halbe Seemeile zurück gelegt. (Das ist aber schon bei leichtem Wind so).
Nun steht aber bei den GPS-Punkten nicht dabei, was für ein Wind geherrscht hatte und aus welcher Richtung er kam. Auch nicht, welche Strömung zu der Zeit dort war.

Es gibt aber auch GPS-Punkte, wo einige wenige schon beim Anhieb auf den Speicherknopf gedrückt haben. Nur woher weiß ich, wann der Standort gespeichert wurde?

 

Deswegen rate ich den Anglern immer, diese Punkte nicht als punktgenaue Angelstellen anzusehen.

 

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